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Wenn der Nutzer im B2C oder D2C die Conversion, den Funnel oder Wiederkäufe steigern will. Trigger, Conversion, Conversion-Rate, Funnel, Warenkorb, Checkout, Warenkorbabbruch, D2C, Onlineshop, Wiederkauf, Retention, Bewertungen, Social Proof, UGC, AOV, Wiederkaufrate, CRO, Dringlichkeit, Streichpreis.
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Hilft dir, im B2C oder D2C mehr Besucher zu Käufern zu machen und mehr Käufer zu Wiederkäufern. Du bekommst die Funnel-Logik (AIDA für die erste Landingpage, AARRR fürs ganze Lebenszyklus-Denken), die konkreten CRO-Hebel am Checkout, den ehrlichen Umgang mit Social Proof und Dringlichkeit und die Kennzahlen, an denen du wirklich steuerst. Reiner B2C/D2C-Skill, am Ende ein kurzer Hinweis, was da...
Hilft dir, im B2C oder D2C mehr Besucher zu Käufern zu machen und mehr Käufer zu Wiederkäufern. Du bekommst die Funnel-Logik (AIDA für die erste Landingpage, AARRR fürs ganze Lebenszyklus-Denken), die konkreten CRO-Hebel am Checkout, den ehrlichen Umgang mit Social Proof und Dringlichkeit und die Kennzahlen, an denen du wirklich steuerst. Reiner B2C/D2C-Skill, am Ende ein kurzer Hinweis, was davon ins B2B trägt.
Der häufigste Fehler hier ist, Ad-Budget hochzudrehen, bevor der Funnel und die Wiederkaufrate stimmen. Dann füllst du ein leckes Fass. Erst die Conversion und die Retention reparieren, dann skalieren. Das ist der billigste Hebel, den du hast, denn er kostet kein Mediabudget.
Warum die psychologischen Mechanismen dahinter wirken (Social Proof, Verlustaversion, Anchoring, System 1 und 2), steht im Heimat-Skill ../vertriebspsychologie/SKILL.md und tiefer in ../../referenzen/psychologie.md. Hier wenden wir sie an.
AIDA (Lewis, 1898) ist die einfachste Brille für deine erste Landingpage. Attention im Hero, Interest über das Nutzenversprechen, Desire über Produktbilder und Social Proof, Action über einen klaren CTA-Button. Mehr braucht eine erste Seite nicht, und sie kostet dich kein Tool.
AIDA hört aber nach dem ersten Kauf auf, und genau da verdient eine D2C-Marke ihr Geld. Deshalb leg AARRR drüber (McClure, 2007), Acquisition, Activation, Retention, Referral, Revenue. Der Trick daran, du löst Retention vor Acquisition. Eine flache Wiederkaufkurve ist der ehrlichste Beleg für Produkt-Markt-Fit, den du früh bekommst.
Wähl pro Stufe genau eine Kennzahl, an der du gerade arbeitest. Nicht fünf. Eine.
Und denk daran, der Kauf ist kein gerader Trichter. McKinseys Consumer Decision Journey (Court et al., 2009) ist ein Kreislauf, der Kunde googelt, vergleicht drei Marken, liest Bewertungen, kauft, postet und landet im Loyalty Loop. Deutsche Käufer recherchieren dabei stark preis- und sicherheitsorientiert, Stiftung Warentest, Testberichte, Trusted Shops. Heißt für dich, besetz die Recherche-Punkte vor dem Kauf, nicht nur die Anzeige.
Verhalten = Motivation × Fähigkeit × Auslöser (Fogg). Am Checkout drehst du fast immer an der Fähigkeit, also an der Reibung. Die Abbruchrate liegt im Schnitt bei rund 70 % (Baymard, aus über 48 Studien), mobil eher höher. Da liegt viel Geld auf der Straße.
Diese Hebel zuerst:
Die durchschnittliche E-Commerce-Conversion-Rate liegt 2025 grob bei 2,5 bis 3 % (Smart Insights), stark branchen- und geräteabhängig, Desktop konvertiert deutlich besser als Mobile. Nimm das als Orientierung, nicht als Ziel, dein Wert hängt an Produkt, Preis und Traffic-Qualität.
Ein Wort zum Testen. A/B-Tests klingen verlockend, brauchen aber Traffic, sonst ist das Ergebnis Rauschen. Früh lernst du mehr aus fünf echten Nutzergesprächen, in denen jemand laut denkend durch deinen Checkout klickt, als aus einem unterpowerten Test. Wenn du testest, dann eine Hypothese, dann auf Signifikanz warten. Nicht zehn Dinge gleichzeitig ändern, sonst weißt du hinterher nicht, was gewirkt hat.
Unter Unsicherheit kopieren Menschen das Verhalten ähnlicher anderer, das senkt das gefühlte Risiko (Cialdini, siehe ../vertriebspsychologie/SKILL.md). Nahezu alle Konsumenten lesen vor dem Kauf Bewertungen (Quellen schwanken stark in der Methodik, deshalb keine Punktzahl). In Deutschland vertrauen laut Trustpilot 60 % einer Marke mehr bei gutem Score, 59 % kaufen eher.
Formen, die du nutzen kannst, echte Sternebewertungen mit Kundenfotos, Testimonials, belastbare Nutzerzahlen („über 10.000 Bestellungen“), Presse- oder Testlogos. Kundenvideos und -fotos in Anzeigen schlagen aus D2C-Erfahrung oft Studio-Content, das ist verbreitete Praxis, keine belegte Pauschalzahl.
Früh hast du kaum Proof. Dann bittest du deine ersten Kunden aktiv um eine Bewertung, sammelst Beta-Zitate und baust öffentlich an der Marke. Ehrlichkeit schlägt Fälschung, auch ökonomisch.
Recht und Ethik, hart und kurz. Gekaufte oder gefälschte Bewertungen sind in Deutschland rechtswidrig (Irreführung, §§ 5, 5a UWG). Die UWG-Novelle 2022 (Omnibus-Umsetzung) verlangt zusätzlich, dass du kennzeichnest, ob und wie du die Echtheit von Bewertungen prüfst. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel anwaltlich prüfen.
Ein drohender Verlust wiegt psychologisch rund doppelt so schwer wie ein gleich großer Gewinn (Verlustaversion, Kahneman/Tversky). Knappheit verstärkt das. Bei Startups ist Knappheit oft real, eine limitierte Produktionscharge, ein saisonaler Drop, eine echte Frist. Das ehrlich zu sagen ist legitim und kostet nichts.
Die Leitplanke ist scharf. Falsche Verfügbarkeits- oder „nur noch heute“-Angaben sind in Deutschland als irreführende geschäftliche Handlung (§ 5 UWG) abmahnfähig, durch Mitbewerber und Verbraucherverbände (§ 8 Abs. 3 UWG). Resettende Fake-Timer und erfundene Lagerwarnungen sind Dark Patterns und rechtlich riskant.
So machst du:
„Aktion endet Sonntag, 23:59 Uhr.“ – wenn das stimmt.
So nicht: ein Countdown, der bei jedem Neuladen von vorn startet. Die rechtlichen Details liegen gebündelt in ../../referenzen/recht-dach.md.
Charm Pricing (9,99 € statt 10 €) nutzt den Left-Digit-Effekt, die Wahrnehmung hängt sich an die erste Ziffer (Anderson & Simester 2003). Bei Premium dreh es um, runde Preise signalisieren Qualität. Ein Streichpreis neben dem Aktionspreis ankert stark. Drei Pakete mit hervorgehobener Mitte lenken die Wahl. Die Theorie dazu steht in ../preisgestaltung/SKILL.md, hier nur die rechtliche Falle.
Streichpreise müssen echt sein. Seit dem 28.05.2022 verlangt die PAngV (EU-Omnibus) bei einer beworbenen Ermäßigung die Angabe des niedrigsten Preises der letzten 30 Tage. Einen UVP zu erfinden, den du nie verlangt hast, ist abmahnbar (§ 5 UWG). Die Grundpreisangabe (€/kg, €/l) ist Pflicht.
Bestandskunden zu halten ist günstiger als neue zu gewinnen (Reichheld). Die kursierende „5 bis 25 mal“-Faustregel ist methodisch wackelig, nimm sie als Prinzip, nicht als Zahl. Treiber sind Gewohnheit, Wechselkosten, Bindung und gut gemachte Programme.
Konkrete Hebel im D2C, ein Abo oder Replenishment-Reminder beim Verbrauchsprodukt, Re-Engagement-Mails, ein Treueprogramm, eine Community. Den Endowment-Effekt nutzt du fair, indem du ein gutes Auspack-Erlebnis und einen starken letzten Kontaktpunkt baust (Peak-End-Regel, siehe ../vertriebspsychologie/SKILL.md).
E-Mail ist hier zentral, aber an Recht gebunden. Newsletter brauchen in Deutschland Double-Opt-in (DSGVO, § 7 UWG), deine Liste wird kleiner, dafür sauber. Wie du diese Mails baust, ohne zu nerven, steht in ../email-sequenzen/SKILL.md und ../follow-up-nachfassen/SKILL.md.
Verlieb dich nicht in Follower und Sessions. Diese Werte entscheiden über Überleben:
| Kennzahl | Bedeutung | Faustregel |
|---|---|---|
| Conversion Rate | Käufe / Besucher | E-Com-Schnitt 2,5 bis 3 %, branchenabhängig |
| AOV | Umsatz / Bestellungen | über Bundles und Versand-Schwelle heben |
| Wiederkaufrate | Kunden mit 2+ Käufen / alle | der D2C-Gesundheitsindikator |
| CAC | Marketing- und Vertriebskosten / Neukunden | nach Kanal aufschlüsseln |
| LTV | Deckungsbeitrag über die Lebensdauer | mit Marge rechnen, nicht mit Umsatz |
| LTV:CAC | LTV / CAC | Ziel ab 3:1, reines D2C oft 1,5 bis 3:1 wegen Marge |
| Payback | Monate, bis CAC wieder drin ist | unter 12 Monaten |
Früh sind LTV-Schätzungen unsicher, rechne konservativ und über Kohorten statt über den Durchschnitt. Die Formeln und Benchmarks im Detail liegen in ../sales-kennzahlen/SKILL.md, den Funnel-Stufenblick liefert ../pipeline-forecasting/SKILL.md.
Paid ist schnell und gut zum Testen, welche Botschaft zieht, aber du mietest Reichweite und der CAC steigt beim Skalieren. Organisch (SEO, Content, Community, UGC, Empfehlungen) ist langsam, baut aber einen Vermögenswert, der CAC sinkt über die Zeit. Founder-led und build-in-public ist quasi gratis Reichweite. Faustregel früh, organische Basis plus kleines Paid-Budget zum Lernen. D2C gibt dir die direkte Kundenbeziehung und die Daten, kostet dich aber den vollen CAC. Marktplatz wie Amazon bringt Reichweite, aber wenig Marge und Daten. Nimm D2C als Kern, den Marktplatz als Hebel, nicht als Fundament. DSGVO begrenzt das Tracking, ein Consent-Management ist Pflicht.
Reiner B2C/D2C-Skill. Im B2C optimierst du Masse mal Conversion-Rate über einen Self-Service-Funnel, eine Person entscheidet, oft impulsiv und identitätsgetrieben. Im B2B sind es wenige hochwertige Deals, ein Buying Center, Wochen bis Monate. Übertragbar ist der Mechanismus Social Proof, im B2B wird daraus aber die Case Study mit Zahlen und die Logo-Wall statt der Sternebewertung. Mehr dazu in ../b2b-buying-center/SKILL.md.
Das Wichtigste in Kürze, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Rechtsberatung:
Im Zweifel anwaltlich prüfen. Details in ../../referenzen/recht-dach.md.
../vertriebspsychologie/SKILL.md – warum Social Proof, Knappheit und Anker wirken (Heimat der Theorie).../preisgestaltung/SKILL.md – Pakete, Anker, Charm Pricing im Detail.../sales-kennzahlen/SKILL.md – CAC, LTV, Payback, Kohorten rechnen.../email-sequenzen/SKILL.md – Lifecycle- und Re-Engagement-Mails nach Opt-in.Searches MemPalace before answering questions about past work, people, projects, or prior decisions. Returns verbatim stored content instead of guessing from model memory.
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